So wird das Internet of Things Teil der Digitalstrategie

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05. April 2019

Das Internet of Things (IoT) gewinnt auch für die öffentliche Verwaltung an Bedeutung. Wichtig für Behörden: vorab klären, wie sie IoT-Dienste als festen Bestandteil in ihre digitale Strategie einbinden wollen.

Den größten Nutzen liefern IoT-Daten, wenn sie gleichwertig mit anderen Informationskanälen verbunden sind. Dabei helfen sogenannte Service-and-Virtual-Object-Management-Systeme (SVOM). Ein SVOM ordnet Sensordaten von physischen Objekten wie Brücken oder Anlagen entsprechenden virtuellen Zwillingen (Virtual Twins) zu. Über Programmierschnittstellen (API) gelangen die Daten an die IT-Fach- und -Querschnittsverfahren in den Behörden, zum Beispiel ein Dokumentenmanagementsystem oder eine ERP-Software.

IoT-Daten mit weiteren Informationsquellen verknüpfen

Die größten Informationsgewinne aus IoT-Daten erzielen Verwaltungen zudem durch die Verknüpfung der Daten mit Informationen aus anderen Datenströmen und Informationsquellen. Systeme für die Aggregation und Analyse von IoT-Daten könnten – sofern die rechtlichen Voraussetzungen bestehen – auch gemeinsam von Behörden im Sinne einer übergreifenden Public-IoT-Plattform für mehrere öffentliche Verwaltungen entwickelt und genutzt werden. Das fördert die Vernetzung und das Wissensmanagement bei Bund, Ländern und Kommunen.

Handlungsansätze für behördliche Digitalisierungsstrategien

Für den strategischen Einstieg definieren und bewerten Behörden zunächst den fachlichen Nutzen von IoT-Diensten. Dabei hilft ein Anforderungsmanagement mit Nutzungsszenarien. Hier lassen sich Strategiemodule oder Bausteine mit hoher IoT-Relevanz berücksichtigen, zum Beispiel die API-Strategie.

Bei der Strategieentwicklung und der Konzeption der Umsetzung helfen Referenzarchitekturen aus Industrie und Wissenschaft, zum Beispiel das EU-geförderte IoT Architecture Reference Model (IoT ARM). Es sieht ein Vorgehen in fünf Stufen vor:

Im „Domain-Model“ werden die grundsätzlichen Entitäten eines IoT-Service dokumentiert (z.B. physische Datenquellen, virtuelle Repräsentanzen, Beziehungen zwischen Entitäten).

Im „Information-Model“ werden die wesentlichen Merkmale der IoT-Daten festgehalten (z.B. Attribute, Informationsfluss).

Im „Functional Model“ wird die IoT-Architektur bestimmt (z.B. Komponenten, Funktionalität).

Im „Communication Model” erfolgt die Dokumentation der Kommunikationsbeziehungen zwischen den Komponenten (z.B. Protokolle, Schnittstellen).

Im „Trust, Security and Privacy Model” werden die für den jeweiligen IoT-Dienst notwendigen Sicherheitsbedarfe und Risiken (z.B. Datenschutz, Systemabhängigkeiten, Umgang mit vertraulichen Informationen) ermittelt.

Für weitere Informationen zu Vorgehensmodellen und zur Entwicklung und Bewertung von IoT-Nutzungsszenarien sprechen Sie uns an.

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