Energieversorger richten sich neu aus

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28. Oktober 2014

Energieversorger befinden sich derzeit in einem enormen Spannungsfeld. Verordnungen und Regulierungen entpuppen sich als die stärksten Treiber für Veränderungen der Branche. Zugleich wollen sich die Versorger strategisch neu ausrichten und verfolgen eine vielfältige Investitionsstrategie. Dieses Bild zeichnet der „Branchenkompass Energieversorger 2014“ von Steria Mummert Consulting.

Energieversorger stehen von vielen Seiten unter Druck. 93 Prozent der Befragten nehmen Regulierungen als zentralen Treiber für die Transformation der Branche wahr. Fast ebenso viel Prozent der Versorger (90%) sind auf der Suche nach neuen strategischen Geschäftsmodellen und Produkten. Die Investitionsstrategie bis 2016 ist sehr diversifiziert und richtet sich auf die Bereiche Energiedatenmanagement (56%), Kundenservice (54%), Smart Metering (62%) und Smart Grids (47%). Im IT-Umfeld erwarten Versorger Investitionen vor allem in Portallösungen (55%) und in Datenschutz (46%).

Aufgrund von Regularien, wie der EU-Regulierungsanforderung nach REMIT oder dem Entwurf des IT-Sicherheitskataloges der Bundesnetzagentur, haben sich die Investitionsanforderungen für Energieversorger massiv erhöht. Sie müssen den Spagat zwischen Geschäfts- und Regulierungsinvestitionen meistern. Die zunehmende Regulierung erfordert Kapital und Ressourcen zur Umsetzung und beschränkt damit den finanziellen Spielraum im Kerngeschäft. Zugleich müssen Energieversorger die aus der stetig zunehmenden Zahl von regulatorischen Vorgaben resultierenden Maßnahmen in einem permanenten Prozess priorisieren.