Versicherungs-Apps sind unzureichend

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12. Februar 2015

Nur zwölf Prozent der deutschen Mobilgeräte-Besitzer greifen auf Apps von Versicherungen zu. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Sopra Steria Consulting. Um mehr Kunden zu erreichen, müssen die Unternehmen deshalb an ihrer Mobilstrategie arbeiten und zusätzliche Inhalte anbieten. Dazu gehören Mehrwertfunktionen wie ein interaktives Schaden- und Leistungsmanagement per App.

Schadensmeldungen vornehmen, Kundendaten ändern oder Arztrechnungen einreichen: All das ist über Apps von Versicherungen möglich. Doch Mobilgeräte-Besitzer nutzen diese Möglichkeiten nur selten. Lediglich zwölf Prozent von ihnen greifen auf Versicherungs-Apps zu. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie „Potenzialanalyse Mobility“ von Sopra Steria Consulting. Die Schlussfolgerung: Versicherer müssen ihre Apps überarbeiten. Eine App nur aus Image-Gründen ohne sinnvollen Inhalt anzubieten, bringt keine Vorteile.

Eine weitere Herausforderung ist das Fehlen einer einheitlichen Mobilstrategie in den Unternehmen. Sie führt dazu, dass verschiedene Fachbereiche Apps parallel entwickeln. Erst eine Mobilstrategie aus einem Guss erfüllt die Voraussetzung für ein mobiles Ökosystem, das den Kunden nützliche Anwendungen per App ermöglicht.

Befragt nach den nützlichsten Eigenschaften einer Versicherungs-App, geben zwei Drittel der Mobilgeräte-Besitzer die Bereitstellung von Service-Telefonnummern zur Schadensmeldung und für schnelle Hilfe an. Fast ebenso viele erachten die Angabe von aktuellen Notrufnummern mit Direktwahlfunktion als am nützlichsten. Es liegt also nahe, dass Versicherungen mit innovativen zusätzlichen Services und einer Anbindung an bestehende mobile Anwendungen von Dritten höhere Nutzungsfrequenzen ihrer Apps erzielen könnten.