Einfach vs. komplex: Potenzialanalyse von Sopra Steria Consulting beleuchtet Wandel im Arbeitsalltag

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16. Februar 2016

In fast allen Unternehmen müssen Beschäftigte heute ein deutlich höheres Informations- und Aufgabenvolumen bewältigen als vor fünf Jahren. Vor allem Führungskräfte sehen sich mit einer permanent steigenden Informationsflut konfrontiert. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Potenzialanalyse „Ease Unlimited“ von Sopra Steria Consulting. Die Studie zeigt auf, welche Auswirkungen die zunehmende Komplexität im Arbeitsalltag hat und liefert zugleich Anhaltspunkte, wie Unternehmen diese Komplexität besser als bisher beherrschen können.

Globalisierung, Digitalisierung, Prozessbeschleunigung – in den vergangenen fünf Jahren hat sich unser Arbeitsalltag grundlegend gewandelt: Laut einer Umfrage im Auftrag von Sopra Steria Consulting wuchs das Aufgaben- und Informationsaufkommen seit 2010 in 97 Prozent der befragten Unternehmen. Zwei von drei Studienteilnehmern berichten von einer „starken Zunahme“ des Informationsvolumens – eine Erfahrung, die bei Finanzdienstleistern und im verarbeitenden Gewerbe mit jeweils 78 beziehungsweise 77 Prozent besonders deutlich ausgeprägt ist. Stark zugenommen haben auch Zahl und Vielfalt der Arbeitsaufgaben, nämlich in 57 Prozent der Fälle.

Als weiteren Komplexitätstreiber nannten gut neun von zehn Befragten Änderungen in der IT-Landschaft (91 Prozent) und die gestiegene Anzahl von IT-Anwendungen (90 Prozent). „Die digitale Transformation hat in vielen Unternehmen offenbar zwei Gesichter“, sagt Petra Bollmer, Managerin Human Capital Management Solutions bei Sopra Steria Consulting. „Denn einerseits ermöglicht die fortschreitende Digitalisierung zwar immer neue Geschäftsmodelle und eine engmaschige Vernetzung mit Partnern und mit Kunden. Andererseits aber führt eben diese hochgradig vernetzte Wertschöpfungskette vielerorts zu einem Komplexitätsanstieg, der Mitarbeiter überfordern und dadurch Transformationserfolge wieder in Frage stellen kann.“ Tatsächlich klagt jede zweite Führungskraft über zu viel Komplexität und erwägt deswegen einen Arbeitsplatzwechsel. Interessanterweise gaben wiederum 80 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass Mitarbeiterzufriedenheit in ihrem Unternehmen eine hohe Priorität besäße – ein Hinweis darauf, dass betriebliche Maßnahmen dafür oftmals nur unzureichend greifen. „Der Umgang mit Komplexität erfordert völlig neue Kompetenzen, nicht nur technischer Art, sondern auch in methodisch-organisatorischer Hinsicht“, kommentiert Petra Bollmer. Dazu gehören beispielsweise die Fähigkeiten, in zunehmend dynamischen Zusammenhängen selbstorganisiert zu arbeiten und komplexe Aufgaben kooperativ im Team zu lösen.  Und weiter: „Zudem gehören starre Hierarchien mit langen Berichtswegen auf den Prüfstand. Zu fragen ist, welchen Beitrag zum Beispiel interdisziplinäre Teams und agile Vorgehensweisen in der Arbeitsorganisation leisten können, um alle Beschäftigten in die Lage zu versetzen, souveräner und produktiver mit dem anhaltenden Komplexitätszuwachs im Zuge des digitalen Wandels umzugehen.“

Über die Studie:

Im September und Oktober 2015 ließ Sopra Steria Consulting insgesamt 220 Geschäftsführer, Vorstände sowie Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern zum Thema Komplexität im Arbeitsleben befragen. An der Studie nahmen Vertreter aus unterschiedlichen Branchen teil – darunter Banken, Versicherungen und sonstige Finanzdienstleister, Energieversorger, Automotive, verarbeitendes Gewerbe, öffentlicher Sektor, Telekommunikation und Medien. Explizit ausgeschlossen waren Beratungsfirmen und Anbieter von IT-Lösungen. Die Erhebung fand in Form einer Online-Panel-Umfrage statt.

Die Studie „Ease Unlimited“ steht hier zum Download zur Verfügung.

Über Sopra Steria Consulting