[^]

Mitarbeiter-Interview – Harry Schumacher

Unser Kollege Harry freut sich, euch einen Einblick in seinen Berateralltag zu geben

 

Harry, du bist seit August 2015 bei Sopra Steria Consulting. Wie war dein Einstieg?

Harry Schumacher

Meinen Einstieg bei Sopra Steria Consulting kann ich in jeder Hinsicht als reibungslos beschreiben. Dies lag sicherlich auch daran, dass ich zahlreiche Angebote der vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten für Studenten und Absolventen mitgenommen habe. So bin ich auf Sopra Steria Consulting zunächst durch mein Interesse am Thema „Digitale Transformation“ gestoßen, da das Unternehmen genau zu dem Thema einen Workshop an meiner Fachhochschule durchführte. Im Rahmen des Workshops lernte ich nicht nur den Konzern kennen, sondern nahm auch gleich an einer spannenden Case-Study teil. Während des Workshops blieb auch Zeit zum Austausch mit den Beratern und ich lernte den zukünftigen Betreuer meiner Masterarbeit kennen. Noch während meiner Masterarbeit war für mich klar, dass ich gerne fest als Junior Consultant im Unternehmen einsteigen wollte.

Nach Recherche der offenen Stellen und einem weiteren Bewerbungsgespräch habe ich mich dann für das Graduate Program der Unit Telecommunications, Media & Entertainment entschieden. Da ich mich während meines Studiums für die Telekommunikationsbranche begeistern konnte und ich zudem  bereits erste Praktika absolviert hatte, kam mir die branchenspezifische Ausrichtung sehr entgegen. Bevor es dann mit dem eigentlichen Graduate Program losging, stand zunächst das mehrtägige Welcome-Seminar für neue Kolleginnen und Kollegen an. In einem tollen Ambiente über den Dächern Hamburgs erhielten wir wichtige Informationen von der strategischen Ausrichtung und den Geschäftsfeldern des Unternehmens bis hin zu den relevanten Prozessen und Tools. Nebenbei blieb genug Zeit, erste Kontakte mit den neuen und alten Kolleginnen und Kollegen zu knüpfen.

Im Anschluss ging es dann auch direkt mit dem Graduate Program los. Gemeinsam mit sechs weiteren Berufseinsteigern aus meinem Bereich erhielten wir intensive Schulungen, Workshops, Trainings und Zertifikate – von den Basics über spezifisches Branchen-Know und gängige Beratungsmethoden bis hin zu grundsätzlichen Soft Skills wie Präsentationstechniken und wichtigen Kniffen, die den Berateralltag einfacher machen. Während des gesamten Programms lernte man die Kollegen bestens kennen und verbrachte neben den intensiven Schulungstagen auch häufig gemeinsame Abende zusammen – unsere regelmäßig wechselnden Tagungsorte von Hamburg über Köln und Düsseldorf bis nach Berlin und Frankfurt sorgten zusätzlich für Abwechslung. Auch heute stehen meine „Graduate-Kollegen“ und ich trotz unterschiedlichster Projekte und Einsatzorte noch im regelmäßigen Austausch.
Der Einstieg in den Projektalltag bei einem großen deutschen Telekommunikationsunternehmen folgte direkt im Anschluss. Durch die intensive Vorbereitung hatte ich allerdings nicht den Eindruck, ins kalte Wasser zu springen, sondern freute mich, dass es nach sechs spannenden Wochen nun richtig losgehen konnte. Falls doch Fragen aufkamen, hatten sowohl mein persönlicher Pate als auch mein Vorgesetzter immer ein offenes Ohr –  ganz egal ob es sich um fachliche, administrative oder zwischenmenschliche Themen handelte.

Was macht die Unternehmenskultur bei Sopra Steria Consulting aus?

Die offene und herzliche Unternehmenskultur war neben den spannenden Geschäftsfeldern und Projekten sicherlich einer der Gründe, mich für Sopra Steria Consulting zu entscheiden. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich den Eindruck, dass die der Beratungsbranche häufig attestierte  Ellenbogen-Kultur vorhanden war. Ganz im Gegenteil, ich habe während meiner bisherigen Zeit stets hohe Wertschätzung und Freiraum für eigene Ideen und Meinungen erleben dürfen. Dazu gehört auch, dass man als Juniorberater bereits früh Gestaltungsspielräume erhält und eigenverantwortlich Aufgaben beim Kunden übernehmen darf. Dabei stößt man sicherlich auch mal an seine Grenzen, aber auch an dieser Stelle hilft die gute Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft der Kollegen. Bei uns werden flache Hierarchien gelebt, mit Vorgesetzten und erfahrenen Projektleitern steht man in engem Kontakt und profitiert von deren langjähriger Beratungserfahrung. 

 

Wie sieht ein typisches Projekt bei dir aus?

Das Schöne ist, dass ich keine typischen Projekte habe, nicht mal einen typischen Tag. Gerade diese Abwechslung macht den Alltag in der Beratung für mich so spannend. Man arbeitet an verschiedenen Themen, mit stets wechselnden Menschen und unterschiedlichen Lösungsansätzen und Methoden – umso steiler ist dabei die Lernkurve. Gerade als klassischer BWLer war es zu Beginn sicherlich anspruchsvoll sich in die IT- und technischen Telekommunikationsthemen einzuarbeiten. Aufgrund der intensiven Vorbereitung und der Hilfe von Kollegen gelang dies zügig. Der betriebswirtschaftliche Background war ebenfalls hilfreich – insbesondere bei der Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen, denn gerade hier ist es wichtig, das notwendige Business-Know-how mitzubringen und eine gemeinsame Sprache mit dem Kunden zu sprechen.

Um euch aber trotzdem einen ersten Eindruck zu vermitteln, erzähle ich gerne kurz von meinen bisherigen Projekterfahrungen. Mein erstes Projekt führte mich direkt zu einem großen deutschen Telekommunikationsunternehmen. Fünf Monate lang arbeitete ich gemeinsam mit zwei erfahrenen Beratern an der Optimierung der Vertriebsorganisation für digitale Produkte und Services im Geschäftskundensegment. Dabei ging es insbesondere darum, die Digitalisierung im deutschen Mittelstand mit den richtigen Produkten weiter voranzutreiben. Während dieses Projekt primär unserem Geschäftsfeld Managementberatung zuzuordnen war, ging es im nächsten Projekt bei einem weiteren internationalen Telekommunikationsanbieter in erster Linie um Prozessberatung.
Drei Monate arbeitete ich an der prozessualen und technischen Integration eines M2M-Produktes im deutschen Telekommunikationsmarkt mit. Das Telematik-Produkt zielt auf den Versicherungsmarkt, misst die Fahrweise eines Versicherten und aggregiert die Daten zu einem zentralen Rating, auf dessen Basis der Versicherte einen günstigen Tarif von dem Versicherungsunternehmen enthält. Neben dem innovativen Charakter des Projekts war es auch die internationale Zusammenarbeit mit Kunden aus England und Italien, die das Projekt aus meiner Sicht zusätzlich bereichert hat.  
Neben den eigenen Projekten unterstütze ich auch immer wieder erfahrene Projektleiter bei allgemeinen Projektmanagement-Tätigkeiten und profitiere so regelmäßig von deren Erfahrung und fachlichem Wissen. Wie man sieht, sind sowohl die Themen als auch die entsprechenden Lösungsansätze und Methoden sehr abwechslungsreich und beinhalten das ganze Spektrum von qualitativen und quantitativen betriebswirtschaftlichen Analysen bis hin zu interaktiven Workshops oder Interviews mit dem Kunden vor Ort.

Was sind Deine Tipps an Studierende, die sich für einen Einstieg in die Beratung interessieren?

Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, sich im Vorhinein ehrlich mit den eigenen Stärken, Schwächen und Erwartungen auseinanderzusetzen. Dazu gehört, sich die Frage zu stellen, ob die Rahmenbedingungen der Branche zum Problem werden könnten. Bin ich zum Beispiel bereit dazu, in einem hochflexiblen Arbeitsumfeld zu arbeiten, regelmäßig zu reisen und auch Mehrarbeit für spannende Tätigkeiten in Kauf zu nehmen? Am Ende sollte möglichst ein konkretes Bild entstehen, was ich mir von einem Einstieg in die Beratung verspreche.
Gerade aus meiner persönlichen Situation heraus kann ich empfehlen, den zukünftigen Arbeitgeber vorher so gut wie möglich kennenzulernen, z. B. durch ein Praktikum, eine Masterarbeit oder zumindest im Rahmen des Bewerbungsprozesses. So kann man für sich Fragen beantworten, ob z. B. die spezifische Unternehmenskultur zu einem passt und ob die Stelle mit den eigenen Vorstellungen in Einklang steht. Für mich war der Einstieg über das Graduate Program zudem ein echter Vorteil. Hier konnte ich mich in einem intensiven Rahmen sowohl fachlich als auch methodisch in kurzer Zeit weiterentwickeln und gleichzeitig gute Kontakte zu meinen Kollegen aufbauen.

Was den eigentlichen Bewerbungsprozess angeht, kann ich nur empfehlen: Seid offen, authentisch und vor allem neugierig. Niemand ist vollkommen, wer aber Lernbereitschaft, Lernfähigkeit und Neugierde mitbringt, kann auch in anspruchsvolle Positionen hineinwachsen. Außerdem ist es gerade für das erste Bewerbungsgespräch sicherlich sinnvoll, sich auf die typischen Aufgabenstellungen in der Branche wie etwa Fallstudien vorzubereiten.