EU-DSGVO: KI und Blockchain als vertrauensbildende Maßnahme einsetzen

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22. März 2018

Telekommunikations- und Medienunternehmen sind darauf angewiesen, dass Kunden freiwillig Daten mit ihnen teilen. Dafür benötigen sie Vertrauen. Digitale Technologien sind dabei nicht nur Risikofaktor. Sie können helfen, das Sicherheitsniveau zu steigern und damit das Vertrauen zu stärken – beispielsweise bei der Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO).

Die Telekommunikations- und Medienbranche in Deutschland und Europa genießt im Vergleich zu US-Firmen und asiatischen Anbietern den Ruf, dass Daten nicht willkürlich erfasst und ausgewertet werden. Unternehmen und Konsumenten wählen gezielt hiesige Internet-, Cloud- und Content-Anbieter, um das Risiko ungewollter Datenabflüsse zu minimieren. Die strengere Gesetzeslage wie die bis Mai zu erfüllende EU-DSGVO trägt dazu bei. Die Unternehmen können allerdings ihren Vertrauensbonus durch eigene Standards zu einem Wettbewerbsvorteil ausbauen.

Technologien können dabei helfen, indem sie ihre Stärken dort ausspielen, wo Gesetze, Policies, Richtlinien und Kompetenz nicht mehr greifen: bei der Konstanz und Verlässlichkeit unter unüberschaubaren Bedingungen.

Robotic Process Automation

Durch Robotic Process Automation (RPA) – einer Vorstufe von künstlicher Intelligenz – können Telekommunikationsanbieter die Sicherheit ihrer Netze erhöhen, indem sie Abläufe und Transaktionen automatisieren. Im Unterschied zum Menschen verhalten sich Softwareroboter rund um die Uhr und an sieben Tagen die Woche gleich, unabhängig von der Datenmenge, dem Arbeitsaufkommen und der Komplexität der Netze. So hilft RPA dabei, bestimmte Anforderungen der EU-DSGVO quasi in Echtzeit zu erfüllen – beispielsweise bei der Portierung von Kundendaten bei einem Anbieterwechsel –, und sorgt damit für Compliance im Datenschutz.

Künstliche Intelligenz

Damit die Regeln, nach denen die RPA-Lösungen arbeiten sollen, nicht langwierig erarbeitet und dann regelmäßig gepflegt werden müssen, sind Tools interessant, die Machine Learning (ML) oder künstliche Intelligenz (KI) nutzen. Dank ML oder KI können die Lösungen in relativ kurzer Zeit personenbezogene Daten aufspüren und diese dann klassifizieren. Zudem können sie Datendubletten ausfindig machen, die oftmals gar nicht im Blick der Unternehmen sind, und Daten entsprechend der Klassifizierung für eine Datenlöschung vorschlagen, da die Aufbewahrungsfristen abgelaufen sind. Beim Einsatz von KI-Lösungen ist es wichtig, dass Menschen immer nachvollziehen können, wie künstliche Intelligenz zu ihrem Ergebnis kommt.

Blockchain

Ein wertvolles Element der Blockchain-Technologie sind Smart Contracts. Zu einzelnen Dokumenten oder Dokumentgruppen lassen sich automatisiert und nachvollziehbar Regeln definieren, zum Beispiel für die Bearbeitung, die Speicherung oder den Versand von Dokumenten. Jeder Zugriff, erst recht jeder unbefugte, wird transparent gespeichert und über smarte Funktionen unterbunden. Über die Blockchain lassen sich zudem bei personenbezogenen Daten Dateneigentümer festlegen, um bei einer Anfrage gemäß der DSGVO alle relevanten Daten und Dokumente leicht zu identifizieren und eine nachprüfbare Historie bereitzustellen.

KI und Blockchain bei Sopra Steria Consulting

Sopra Steria Consulting besitzt umfassende Expertise, digitale Technologien zur Unterstützung oder Lösung regulatorischer und branchenspezifischer Herausforderungen einzusetzen. Wir beraten und begleiten Telekommunikations- und Medienunternehmen, Ideen für die Anwendung von RPA, künstlicher Intelligenz und Blockchain zu entwickeln, zu evaluieren und praxistaugliche Prototypen zu konstruieren. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website:

Künstliche Intelligenz bei Sopra Steria Consulting

Blockchain bei Sopra Steria Consulting

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