Flexibilisierte Energieprodukte optimieren das Absatzportfoliomanagement

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28. Mai 2014

Erneuerbare Energien sorgen für eine schwer vorhersagbare Energieproduktion und einen volatilen Energieverbrauch. Schwieriger gewordene Prognosen für Energiegewinnung und-abnahme sind zu Herausforderungen für Energieversorger und -händler geworden. Zukünftig können Indexpreisprodukte dabei helfen, das Absatzportfoliomanagement flexibler zu gestalten und echtzeitfähig zu machen.

Da sowohl Wind- als auch Sonnenenergie von instabilen Wetterbedingungen abhängig sind, können Versorger und Händler keine verlässlichen Vorhersagen machen und entsprechend planen. Diese Nicht-Prognostizierbarkeit wirkt sich empfindlich auf die Terminmärkte aus und erschwert die Möglichkeiten einer effizienten Absicherung der Anbieter. Darüber hinaus sorgen alternative Energien für eine zunehmende Absatzunsicherheit. Denn mittlerweile können auch Konsumenten selbst Energie produzieren und diese selbst verbrauchen oder in das Netz einspeisen.

Eine effiziente Möglichkeit, um dem schwankenden Angebot und der instabilen Nachfrage regenerativer Energien zu begegnen, ist die Nutzung von Indexpreisprodukten. Mithilfe eines flexiblen Absatzportfoliomanagements können Energieversorger und -händler infolge der Angebotsschwankungen die bisher starren Energiepreise im Viertelstundentakt anpassen. Der „Prosumer“ kann dann entscheiden, ob es sich rechnet, Energie selbst zu produzieren und zu konsumieren oder zuzukaufen. Auch energieintensive Unternehmen, die seit jeher ihren eigenen Strom produzieren, können so besser vorhersagen, ob es sich lohnt, ihr Kraftwerk herunterzufahren und externe Energie zu beziehen oder nicht.

Für solch ein hochflexibles und leistungsfähiges Absatzportfoliomanagement müssen Versorger und Händler eine entsprechende IT-Infrastruktur – beispielsweise intelligente Zähler – vorhalten. Nur mit hochautomatisierten IT-Systemen und automatisierten Prozessen ist die Echtzeitverarbeitung dieser riesigen Datenmengen ohne Verluste möglich. Für den Kunden nimmt die Attraktivität des Versorgers mit einem Indexpreisprodukt-basierten Absatzportfoliomanagement immens zu und der Versorger kann sich noch weiter als Dienstleister positionieren.