Fristgerechte Umsetzung von REMIT jetzt starten

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16. Mai 2014
Gemeinsam mit Seven2one Informationssysteme hat Steria Mummert Consulting die fristgerechte Umstellung auf die EU-Meldepflichten gemäß EMIR (European Market Infrastructure Regulation) für mehrere Energieversorger bereits erfolgreich auf Basis einer flexiblen Lösung ermöglicht. Für  diese Unternehmen sowie generell für die Mehrzahl der Energieversorger wird demnächst mit REMIT (Regulation on wholesale Energy Market Integrity and Transparency) eine weitere neue EU-Verordnung und daraus resultierende zusätzliche Meldepflichten relevant.  

Steria Mummert Consulting und Seven2one haben für Trianel, eine Kooperation aus 56 Stadtwerken, ein Projekt für die Umstellung auf die EMIR-Meldepflichten pünktlich zum Stichtag am 12. Februar 2014 umgesetzt. Nun starten dort, wie bei den meisten Energieversorgungsunternehmen (EVU), die Vorbereitungen auf die Umsetzungen gemäß REMIT.  

EMIR und REMIT haben unterschiedliche Zielrichtungen, aber ähnliche Datenanforderungen. Während EMIR sämtliche finanziellen Derivate betrifft, fokussiert REMIT auf den physischen Handel. Für die Energieversorger erhöht REMIT noch einmal die Anforderungen an ihre Prozesse und IT, um den geforderten Reporting- und Meldepflichten gerecht zu werden. Diese umfassen dabei Fundamental-, Handels- und Kapazitätshandelsdaten. Alle Handelsdaten müssen dabei an die ACER (Agency for the Cooperation of the Energy Regulators) gemeldet werden. Bei Nichtbeachtung drohen Sanktionen. Um die gesetzlichen Anforderungen schnell zu erfüllen, begnügen sich viele Versorger und Unternehmen daher mit Minimallösungen. Das führt jedoch zu massiven Folgeanpassungen in den Reporting- und IT-Abteilungen, die schnell zum Dauerzustand werden können. Denn EMIR und REMIT, so steht zu befürchten, werden nicht die letzten Regulierungsvorhaben sein, wie das Beispiel Markttransparenzstellengesetz zeigt. Sinnvoll ist es daher, sofort auf flexibel erweiterungsfähige Reporting-Lösungen im Sinne einer Meldeplattform mit spezifischen Melde-Apps zu setzen. Zugleich sollte geprüft werden, ob die lästigen Meldepflichten nicht künftig auch als Transaktionsservice über eine gemeinsame Serviceplattform im Rahmen von Kooperationen oder über Dritte bereitgestellt werden können.