Halten Fachkräfte mit der rasanten Digitalisierung Schritt?

No
14. September 2016

Nachwuchssorgen hat die Assekuranzwirtschaft schon seit Jahren. Für junge Menschen gehört die Branche nicht zu den bevorzugten Arbeitgebern. Daher müssen viele Versicherer den digitalen Wandel mit einer überalterten Belegschaft meistern – das aber kann nur mit aufgebrochenen Hierarchien, neuen Organisationsformen und einer offenen Firmenkultur gelingen.

Die demografische Entwicklung stellt deutsche Versicherungsunternehmen vor eine doppelte digitale Herausforderung. Für Versicherer ergibt sich daraus die Konsequenz, dass sie gemeinsam mit der Personalvertretung obsolet gewordene Arbeitszeitmodelle überdenken und die Mitarbeiter motivieren müssen, auch in Randzeiten und Abendstunden für die neuen digitalen Kanäle z. B. Video-Chat zur Verfügung zu stehen. Integrierte Prozesse über alle Kanäle sind hierfür Voraussetzung.  Das hat zur Folge, dass die Mitarbeiter über alle Informationen zu den Kunden und ihre bisherigen Aktivitäten mit dem Versicherer Transparenz haben. Parallel dazu müssen produkt- und spartenorientierte Hierarchien auf allen Ebenen aufgebrochen werden – bis hinauf in die Vorstandsetage. Im Zeitalter der Digitalisierung führt kein Weg daran vorbei, die Organisationsstruktur aus der Kundenperspektive heraus grundlegend umzugestalten. Dies eröffnet auch Möglichkeiten für einen kulturellen Wandel im Unternehmen, wobei innovative Collaboration-Technologien einen ungehinderten Wissensaustausch über Abteilungsgrenzen hinweg in Gang setzen.

Offene Hierarchien, moderne Kommunikationstechnologien plus fachlich breit aufgespannte und daher interessantere Aufgabenfelder – und das auch noch in Kombination mit flexiblen Arbeitszeitregelungen, die allen Beschäftigten eine freie Gestaltung ihrer persönlichen Work-Life-Balance gestatten: Genau das macht Arbeitgeber für junge Menschen heute attraktiv. Laut „Branchenkompass Insurance 2015“ von Sopra Steria Consulting sehen 89 Prozent aller deutschen Makler und Versicherer in der Optimierung des intellektuellen Kapitals ihrer Belegschaft einen wichtigen Strategieansatz, um dem demografischen Wandel erfolgreich zu begegnen. Das ist ein sehr klares Studienergebnis. Aus ihm erwächst Assekuranzen und ihren Maklern allerdings auch die Aufgabe, den Blick auf den Umfang der dafür notwendigen Veränderungen in der eigenen Organisation zu schärfen.

 

Mehr Informationen aus dem Bereich Insurance finden Sie hier >>

Branchenkompass 2015 Insurance

 

Haben Sie noch Fragen?
Sprechen Sie uns an ... 

Petra Weber
Tel.: +49 40 22703-0
insurance.de@soprasteria.com