Die Theorie von der Praxis: Die BARC-Studie zum Thema „Advanced und Predictive Analytics“

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19. April 2016

 

Mit einem Blick in die Glaskugel haben neue Technologien im Bereich derAdvanced und Predictive Analytics nichts zu tun. Denn anders als Mutmaßungen erlauben sie eine fundierte, explorative und zukunftsgewandte Sicht auf unternehmensrelevante Entwicklungen.

 Die meisten Unternehmen haben das Potenzial moderner Analysemethoden für die Sicherung zukünftiger Wettbewerbsvorteile zwar erkannt, wie eine von Sopra Steria Consulting unterstützte BARC-Anwenderstudie ergeben hat. Allerdings hinkt die praktische Umsetzung in den meisten Fällen noch hinterher.

Advanced und Predictive Analytics nutzen mathematische und statistische Formeln sowie Algorithmen mit dem Ziel, unterschiedlichste Unternehmensdaten miteinander zu verknüpfen, um daraus neue Informationen zu gewinnen und fundierte Vorhersagen zu treffen. Die hohe Bedeutung haben die meisten Unternehmen in Deutschland erkannt: So gaben 40 Prozent der Befragten an, dass fortgeschrittene Analysen schon heute ein wichtiges Thema sind. Insgesamt 94 Prozent sehen das Thema als zukünftig wichtig an.

Auch Best-in-Class-Unternehmen, die von sich behaupten in Sachen Predictive Analytics bereits besser als der Wettbewerb aufgestellt zu sein, schöpfen nach eigenen Angaben das Potenzial längst nicht aus: Jedes zweite gibt eine unzureichend agile IT-Infrastruktur als Hauptursache an. Das heißt, die für die Auswertung und Analysen zur Verfügung stehenden Technologien und Prozesse sind nicht schnell genug anpassbar, um neue Aufgabenstellungen zu lösen. Bei jedem dritten Unternehmen beeinträchtigen Probleme im Datenmanagement (z.B. fehlender Zugriff auf Datenquellen oder schlechte Datenqualität) fortgeschrittene Analysen. Dazu kommen eine mangelnde Softwareunterstützung (z.B. ausbaufähige Nutzerfreundlichkeit) sowie schlechte Systemperformanz (z.B. unzureichende Skalierbarkeit, lange Antwortzeiten der datenliefernden Systeme). Neben den angesprochen technischen Defiziten fehlt es bei der Hälfte der Unternehmen aber auch an den notwendigen Ressourcen im Fachbereich. Ein Drittel beklagt ein mangelndes Verständnis für datengetriebene Geschäftsmodelle.

Fortgeschrittene Analysen haben das Potenzial, den Paradigmenwechsel von rückwärtsgewandter zu zukunftsgewandter Betrachtung als Grundlage für strategische Entscheidungen zu meistern. Wie die Studie zeigt, müssen Unternehmen noch zahlreiche Hürden überwinden. Die Autoren raten Unternehmen, praktische Erfahrungen mit Predictive Analytics zu sammeln, die Möglichkeiten unterschiedlicher BI- oder CRM-Werkzeuge zu testen und die Gefahr Fehler zu machen bewusst in Kauf zu nehmen. Da für die Umsetzung von fortgeschrittenen Analysen eine nahezu unüberschaubare Fülle an Technologien, Vorgehensweisen und Organisationskonzepten zur Verfügung stehen, sei es zudem ratsam, externe Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um passende Lösungen zu identifizieren und um Business Intelligence bestmöglich unternehmensintern zu verankern.

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Lars Schlömer

bi.de@soprasteria.com