Best Ager im Fokus der Personalentwicklung

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12. Februar 2015

Dass der demografische Wandel erheblichen Einfluss auf die Mitarbeitergewinnung hat, ist seit langem bekannt. Weit weniger Beachtung finden jedoch die Herausforderungen, vor die dieser Umbruch die Mitarbeiterentwicklung stellt. Denn vor allem die immer kürzeren Innovationszyklen und die Digitalisierung der Arbeitswelt machen ein lebenslanges Lernen heute unerlässlich. Hierfür bieten IT-gestützte Lernmethoden großes Potenzial.

Ältere Mitarbeiter werden zukünftig ein noch größeres Segment als heute darstellen. Durch die Abnahme der jüngeren Fachkräfte und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird die Zielgruppe der Älteren für die Mitarbeiterentwicklung immer wichtiger. Denn aufgrund der immer kürzeren Innovationszyklen neuer Technologien nimmt die Halbwertszeit von Fachwissen stetig ab.

Aber auch neue Compliance-Anforderungen zwingen Unternehmen dazu, ihre Mitarbeiter ständig weiterzubilden. Im Bereich der Finanzdienstleistung beispielsweise verlangen Gesetze wie das „Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz“ entsprechende Qualifikationsnachweise, um eine kompetente und kundenorientierte Wertpapierberatung sicherzustellen.

Unternehmen müssen dazu übergehen, die unterschiedlichen Lebensphasen in ihrem Learning Management im Sinne eines Lebenszyklus-orientierten Lernens zu berücksichtigen. Klassische Karrierewege, die in einem Fachgebiet begannen und dort auf einer höheren Stufe endeten, gibt es heute kaum noch. Karrierepfade verändern sich; die Arbeitszeit wird verlängert, sodass Mitarbeiter ihr Know-how kontinuierlich weiterentwickeln können und müssen.

Großes Potenzial bieten hierfür IT-unterstützte Lernmethoden, mit denen Mitarbeiter selbstgesteuert, flexibel und mobil lernen können. Allerdings zeigt sich gerade bei E-Learning-Angeboten, dass sie auf altersspezifische Anforderungen ausgelegt werden müssen, damit sie sowohl von jüngeren als auch älteren Mitarbeitern angenommen werden.