Cloud-Migration in vier Stufen angehen

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22. März 2018

Cloud Computing ist das Rückgrat der Digitalisierung. Eine Cloud-Strategie und eine Roadmap für die Migration sind wiederum die zwei Voraussetzungen, dass der Schritt in die Cloud funktioniert. Für die Migrationsplanung hat sich ein vierstufiges Vorgehen bewährt.

In der Regel arbeiten Unternehmen vor dem Gang in die Cloud mit einem sehr komplexen Mix aus Technologien, IT-Architekturen und Schnittstellen. Es empfiehlt sich in diesem Fall vor einer Migration eine besonders detaillierte Analyse der Gesamtumgebung. Das folgende Vorgehensmodell hilft, eine Migrationsplanung schrittweise zu entwickeln.

1. Strategischen Nutzen der Applikationen bestimmen

Vor der Migrationsplanung sollten Unternehmen ein Assessment durchführen, mit dem sie den strategischen Nutzen ihrer wichtigsten IT-Applikationen einstufen. Damit besteht die Chance, frühzeitig Zeit und Migrationskosten zu sparen. Denn ein mögliches Ergebnis ist, dass einzelne Applikationen als strategisch „überflüssig“ bewertet werden und die Cloud-Migration weniger komplex ausfällt.

Der strategische Wert einer Anwendung wird anhand folgender Fragen ermittelt:

  • Differenziert die Anwendung das Unternehmen vom Wettbewerb?
  • Bietet die Anwendung dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile?
  • Wie hoch ist der potenzielle Schaden bei Ausfall der Anwendung (Kritikalität, Umsatzeinbußen)?

2. Migrationsstrategie gliedern und festlegen

Die Wahl der Migrationsstrategie berücksichtigt organisatorische, kommerzielle und regulatorische Anforderungen und bestimmt die Vorgehensweise für die Migration von Applikationen in die Cloud. Die Migrationsstrategie sollte an folgenden Zielen und Vorgaben ausgerichtet werden:

Migrationsziele

 

3. Vorgehensmodelle für die Cloud-Migration wählen

Aus den Kriterien der gewählten Migrationsstrategie können Unternehmen das konkrete Migrationsvorgehen für den Gang in die Cloud ableiten. Dafür stehen die folgenden Modelle zur Verfügung, die auch kombiniert und erweitert werden können:

  • Stufenweiser Neuaufbau einer Private Cloud mit selektiver XaaS-Nutzung
    Die IT-Infrastruktur wird im Wesentlichen unverändert am Zielort „Private Cloud“ wieder aufgebaut. Bei Bedarf wird auf Public-Cloud-Dienste zugegriffen.
  • Anpassung der IT-Architektur an die XaaS-Services des Cloud-Anbieters
    Die neu aufgebaute IT-Infrastruktur orientiert sich am IT-Architekturaufbau des Cloud-Providers, was eine weitgehende Erneuerung der IT-Landschaft bedeutet.
  • Neuentwicklung der IT-Anwendungen auf Basis der Service-Architektur des Cloud-Providers

Dieses Modell entspricht einer Rundum-Erneuerung der gesamten IT-Anwendungsinfrastruktur. Die Migration der Applikationen entfällt. Eine Datenmigration ist dennoch erforderlich. Die neu entwickelten Softwareanwendungen sind so genannte „cloud-ready applications“. Das bedeutet, sie müssen nicht zwingend über die Architektur eines Cloud Providers betrieben werden, sondern lassen sich flexibel auf andere Cloud-Provider migrieren. Das Risiko einer Abhängigkeit von Dienstleistern wird damit reduziert.

4. Stoßrichtungen der Technologien in Cloud-Design-Prinzipien überführen

Vor der Migration ist es zudem wichtig, dass Unternehmen für sich aus den Möglichkeiten einzelner Technologien Cloud-Design-Prinzipien formulieren, damit ein genaues Bild der Zielarchitektur entsteht. Dazu zählen beispielsweise Skalierbarkeit, das Umsetzen serverloser Architekturen, die Nutzung von Ad-hoc-Ressourcen, Wiederverwendbarkeit der Cloud-Infrastruktur, das automatische Reagieren auf Events und das Entkoppeln heterogener Systeme. Durch das Überführen in Design-Prinzipien wird der Nutzen der Cloud-Lösung für das Unternehmen deutlich.

Die Sicht auf den geschäftlichen Mehrwert der Cloud-Migration ist zentral. Cloud Computing ist eine Basisinvestition in das Business. Sie kann Kosten deutlich mindern, ist schnell realisierbar und bietet größtmögliche Flexibilität und Skalierbarkeit. Cloud Computing wird allerdings erst durch einen belegbaren Nutzen für das eigene Geschäft nachhaltig. Starten Sie deshalb mit kleinen, nicht businesskritischen Pilotprojekten.

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