Deutschlands Chefetagen unterschätzen Gefahr von Cyberangriffen

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15. Oktober 2015

Deutsche Unternehmen sind unzureichend vor Cyberangriffen geschützt. Das sagen die, die es wissen müssen: die IT-Entscheider der Unternehmen. 85 Prozent bestätigen, dass das Thema in den meisten Unternehmen vernachlässigt wird. In 54 Prozent der Firmen schätzt die Unternehmensleitung die Gefahr schlichtweg als zu harmlos ein. Das geht aus einer Umfrage zur deutschen Unternehmenslandschaft im Rahmen der Potenzialanalyse „Digital Security“ von Sopra Steria Consulting hervor.

Darüber hinaus beklagt fast ein Drittel eine zu hohe Risikobereitschaft von Vorstand und Geschäftsführern gegenüber Cyberangriffen. 38 Prozent geben an, dass IT-Entscheider zu wenig über konkrete Gefahren informiert werden.

20 Prozent der Befragten begründen die digitale Sorglosigkeit damit, dass sich Unternehmen für zu unwichtig halten, um von Cyberangriffen bedroht zu werden. „Diese Verharmlosung ist einer der Hauptgründe für die unzureichende Absicherung der Unternehmen“, sagt Dr. Gerald Spiegel, Leiter Information Security Solutions bei Sopra Steria Consulting. Wie der Bitkom herausfand, sind am meisten Unternehmen im Automobilbau, der Chemie- und Pharmabranche sowie Finanzdienstleister und Versicherer von Cyberangriffen betroffen.

„Bei der Abwehr der Gefahren dürfen sich Unternehmen nicht nur auf einzelne Maßnahmen konzentrieren. Vielmehr müssen sie eine nachhaltige und konsistente IT-Sicherheitsstrategie aufbauen. Nur so können sie unternehmensübergreifend und einheitlich auf neue Bedrohungsszenarien reagieren.“

Das Thema steht derzeit ganz oben auf der Managementagenda. Die Schäden durch Sicherheitsdefizite haben mittlerweile ein Ausmaß in Milliardenhöhe pro Jahr angenommen — ob bei Unternehmen oder Behörden. Herkömmliche Schutzmaßnahmen wie Firewalls und Antivirenprogramme reichen längst nicht mehr aus, um ein Unternehmen wirksam zu schützen.

Welche Bereiche bedürfen nun der besonderen Aufmerksamkeit? Welche Maßnahmen zur intelligenten Prävention gegenüber Cyber Crime und Schadensbegrenzung sollen ergriffen werden? Und wie lassen sich IT-Sicherheit und Informationsschutz in der eigenen Organisation weiter verbessern?

Diesen und weiteren Fragen geht die Veranstaltungsreihe mit hochkarätigen Referenten nach: Im November 2015 startet Sopra Steria Consulting daher eine branchenübergreifende Veranstaltungsreihe zum Thema Cyber Security. Fachvorträge informieren CIOs, CSOs und IT-Sicherheitsbeauftragte über die aktuelle Bedrohungslage bundesdeutscher Firmen mit Blick auf Cyberkriminalität.

  • Wirtschaftsspionage - Ihre Unternehmensdaten im Visier fremder Nachrichtendienste, Referent: Dirk Ritter-Dausend, Sicherheitsexperte für Wirtschaftsschutz und Unternehmenssicherheit im Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Cyber Crime - Bedrohungen und Lösungskonzepte aus Forschung und Praxis, Referent: Prof. Dr. Sachar Paulus, Professor für Wirtschaftsinformatik und Security Management an der Fachhochschule Brandenburg und Gutachter für die Europäische Kommission für das Security Research Programm
  • Cyber Security als Führungsaufgabe – die richtigen Entscheidungen für die richtige Sicherheit, Referent: Olaf Janßen, Senior Manager, Information Security Solutions, Sopra Steria Consulting

Die Veranstaltungsorte sind:
02.11.15: BITKOM Tagungszentrum, Albrechtstraße 10, 10117 Berlin

05.11.15: Maritim Hotel Köln, Heumarkt 20, 50667 Köln

12.11.15: Frankfurter Botschaft, Westhafenplatz 6-8, 60327 Frankfurt am Main

16.11.15: BMW Welt, Am Olympiapark 1, 80809 München

Jeweils: 17:00 – 22:00 Uhr

Anmeldung unter: http://www.soprasteria.de/cyber-security

Ansprechpartner: Dr. Gerald Spiegel

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