M2M-Produkte schneller einführen

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12. Februar 2015

Bislang brauchten Telekommunikationsanbieter (TK) sehr lange bis sie in der Lage waren, neue Tarife und Produkte anzubieten.

Jetzt müssen sie sich umstellen, denn im vergleichsweise neuen Bereich der Maschine-zu-Maschine-(M2M)-Kommunikation sollten Anwendungen innerhalb weniger Monate bereitstehen. TK-Anbieter können diese Anforderung nun ohne große Investitionen in neue Technologien erfüllen.

TK-Anbieter haben Entwicklungszyklen von neun bis zwölf Monaten für neue Tarife und Produkte, da sie bei Telefonie- oder Internetdiensten zahlreiche Herausforderungen erfüllen müssen. Dazu gehören sowohl technische Anforderungen als auch Compliance-Aufgaben oder exakt nachvollziehbare Abrechnungen. Da die Angebote von vielen Kunden genutzt werden, ist eine weitgehende Automatisierung zwingende Voraussetzung für möglichst reibungslos laufende Produkte.

In der M2M-Kommunikation ist dies anders. Hier werden individuell angepasste oder völlig neu erstellte individuelle Lösungen benötigt. Daher müssen Installation und Wartung im ersten Schritt nicht automatisiert werden, denn selbst eine manuelle Implementierung und Konfiguration erfordert im Einzelfall keinen großen Mehraufwand. Zudem können administrative Tätigkeiten wie SIM-Handling vom Kunden selbst durchgeführt werden. Daher sollte eine Automatisierung erst erfolgen, wenn die Lösung bereits erfolgreich eingeführt wurde. So ist es möglich, im Verlauf der Produktlebenszyklen die operativen Kosten zu senken und das Geschäftspotenzial des Produkts auszuschöpfen.

Während sich Telefontarife oder Internetanwendungen nur langsam und oft nur im Preis ändern, sind M2M-Produkte agil und flexibel. So kann eine M2M-Installation nach wenigen Monaten völlig anders aussehen, beispielsweise wenn der Kunde einen neuen Auftrag erfüllen muss oder der Markt andere Anforderungen stellt. Daher sollten TK-Anbieter in der Lage sein, neue Produkte oder Tarife innerhalb von drei bis vier Monaten zu entwickeln und bereitzustellen.