GASCADE Gastransport - EU-Verordnung zur Einrichtung virtueller Kopplungspunkte (VIP) fristgerecht umgesetzt

Zusammenfassung

Die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) sind seit 1. November 2018 gemäß Art. 19 (9) der EU-Verordnung 2017/459 (NC CAM) verpflichtet, virtuelle Kopplungspunkte (VIP) zwischen benachbarten Einspeise- und Ausspeisesystemen einzurichten. Der Netzbetreiber GASCADE Gastransport hat die Anforderung am Grenzübergang Deutschland/Tschechien umgesetzt. Der virtuelle Kopplungspunkt wurde gemeinsam mit Sopra Steria Consulting fristgerecht in Betrieb genommen.

Die Lösung

Die entstandene Softwareerweiterung fügt sich nahtlos in die Systemlandschaft der Softwarelösungen GAS-X Grid contracting und GAS-X Grid nomination ein. Durch die erweiterte Architektur beinhaltet die Software im Ergebnis eine allgemeinverwendbare
Lösung, die als Vorlage für viele VIPs in Deutschland dient. Die Herausforderung der zu berücksichtigenden Altverträge wurde mittels eines hybriden Modells gemeistert. Bestehende Altverträge der einzelnen Netzbetreiber laufen in den VIP ein und müssen
durch den VIP-Betreiber berücksichtigt werden. Eine Vielzahl neuer Schnittstellen der Software GAS-X Grid garantiert eine reibungslose multidirektionale Kommunikation zwischen allen beteiligten Prozesspartnern. Funktionierende Abwicklungs-, Vermarktungsund Abstimmungsprozesse an dem neuen virtuellen Kopplungspunkt
Brandov-GASPOOL sind damit gewährleistet. Alle Transportkapazitäten am deutsch-tschechischen Grenzübergang im Marktgebiet GASPOOL H-Gas werden jetzt komplett über die Software GAS-X Grid vermarktet, operativ am VIP abgewickelt und abgerechnet.