SAP Change Management

Change Management als Teil der SAP-Delivery

Eine SAP-Transformation endet nicht mit dem technischen Go-live. Entscheidend ist, ob neue Prozesse verstanden, neue Rollen angenommen und neue Lösungen im Arbeitsalltag sicher genutzt werden.

Sopra Steria verbindet SAP- und Prozesskompetenz mit People- und Change-Expertise. Wir ermitteln früh, was Prozess- und Lösungsentscheidungen für Organisation, Rollen, Fähigkeiten und Mitarbeitende bedeuten. Daraus leiten wir die Change-Maßnahmen ab, von der Einbindung der Beteiligten und der Vorbereitung der Organisation über Kommunikation und Befähigung bis zur dauerhaften Adoption. Dabei arbeiten wir eng mit Fachabteilungen, IT, Programmsteuerung und insbesondere mit HR zusammen.

Was sich mit S/4HANA, Cloud ERP, SuccessFactors und SAP Business AI verändert

Ob SAP S/4HANA, der Wechsel in die SAP Cloud, ein SuccessFactors-Rollout oder der Einsatz von SAP Business AI: Mit Änderungen in der Technologie oder neuen Funktionen in der SAP-Software verändern sich Prozesse, Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege und Kompetenzanforderungen.

Gleichzeitig gilt es, Go-live-Risiken zu reduzieren, die operative Stabilität sicherzustellen und die Organisation rechtzeitig auf neue Rollen vorzubereiten. Werden die Auswirkungen der Änderungen zu spät sichtbar, zeigen sich die Folgen häufig erst nach dem Go-live: in geringerer Akzeptanz, höherem Supportaufkommen, Produktivitätsverluste und Rückfällen in alte Prozesse und Workarounds.

Unsere Leistungen ansehen

Unser Ansatz: SAP Activate und ADKAR in einer gemeinsamen Logik

Entlang der SAP-Activate-Phasen Prepare, Explore, Realize, Deploy und Run verankern wir Change Management direkt in der Logik der Transformation. SAP Activate strukturiert die fachliche und technische Systemeinführung. Das ADKAR-Modell übersetzt die daraus entstehende Veränderung auf die Ebene der Mitarbeitenden.

Bereits aus Fit-to-Standard-Workshops und Designentscheidungen leiten wir Auswirkungen auf Prozesse, Rollen, Verantwortlichkeiten und Zielgruppen ab und übersetzen sie in konkrete Change-Maßnahmen. Readiness- und Adoption-KPIs machen Fortschritt, Risiken und Handlungsbedarf über den Go-live hinaus steuerbar.

01
Awareness: Mitarbeitende verstehen Anlass und Ziel der Veränderung.
02
Desire: Führungskräfte und betroffene Gruppen erkennen ihre Rolle und unterstützen die Veränderung.
03
Knowledge: Die Organisation baut das erforderliche Prozess-, Rollen- und Systemwissen auf.
04
Ability: Mitarbeitende wenden neue Prozesse und Lösungen im Arbeitsalltag sicher an.
05
Reinforcement: Neue Arbeitsweisen werden nach dem Go-live stabilisiert und dauerhaft verankert.
So verbinden wir Struktur, Nähe, Strategie und konsequente Umsetzung für nachhaltige Veränderung und messbaren Business Value.

Unsere Leistungen für Ihre SAP-Transformation

Unsere Unterstützung konzentriert sich auf vier zentrale Handlungsfelder. Dabei kombinieren wir erprobte Change-Management-Methoden mit SAP-Projekterfahrung, datenbasierter Steuerung und KI-gestützten Tools und Vorlagen.

Wir schaffen Transparenz darüber, wie gut Ihre Organisation auf die bevorstehende Veränderung vorbereitet ist. Gemeinsam definieren wir Change-Ziele, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege, identifizieren Risiken und verankern die Steuerung in den Gremien des SAP-Programms.

Change-Risiken und Readiness verzahnen wir mit Programm-Meilensteinen und Entscheidungsprozessen. So werden Abhängigkeiten, kritische Zielgruppen und Handlungsbedarfe früh sichtbar und lassen sich vor dem Go-live priorisieren.

Typische Leistungen: Change Readiness Assessments, Change Impact Assessments, Change Roadmaps, Governance-Modelle, Rollen- und Verantwortlichkeitsklärung, Readiness- und Adoption-Monitoring.

Veränderung gelingt, wenn die richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt Verantwortung übernehmen. Wir analysieren Stakeholder und Betroffenheiten, aktivieren Führungskräfte und Schlüsselpersonen und bauen tragfähige Change-Netzwerke auf.

Führungskräfte bereiten wir auf ihre konkrete Aufgabe vor: Entscheidungen nachvollziehbar vermitteln, Orientierung geben und Mitarbeitende durch veränderte Rollen und Arbeitsweisen führen. Dialog- und Feedbackformate zeigen früh, wo Fragen, Unsicherheit oder Widerstand entstehen. So können Ursachen gezielt adressiert, Akzeptanz aufgebaut und Commitment für die Veränderung gestärkt werden.

Typische Leistungen: Stakeholder-Analysen, Persona- und Rollen-Journeys, Leadership Alignment & Buy-in, Change-Agent-Netzwerke, Widerstandsmanagement sowie Dialog- und Feedbackformate.

Wir übersetzen komplexe SAP-Veränderungen in verständliche Botschaften für die jeweils betroffenen Zielgruppen. Dabei machen wir greifbar, welche Prozesse sich ändern, welche Verantwortung eine Rolle künftig trägt und was im täglichen Arbeiten anders wird.

So entsteht Orientierung. Führungskräfte erhalten eine belastbare Kommunikationsgrundlage, Mitarbeitende können die Veränderung nachvollziehen und ihre Fragen früh einbringen.

Typische Leistungen: Kommunikationsstrategien und -pläne, Change Story und Kernbotschaften, Redaktionsplan, Kommunikationskaskaden, Führungskommunikation, Projektmarketing, Roadshows, Dialogformate, Kommunikationsmonitoring und Feedbackschleifen.

Neue Systeme schaffen erst dann Nutzen, wenn Mitarbeitende sie sicher anwenden. Wir entwickeln rollenbasierte Befähigungsansätze und berücksichtigen dabei nicht nur Systemwissen, sondern auch veränderte Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Arbeitsweisen und Kompetenzanforderungen. Skill-Gaps identifizieren wir früh und überführen sie in zielgruppenspezifische Learning Journeys.

Nach dem Go-live machen Nutzungsdaten, Prozesskonformität, Supportaufkommen und Nutzerfeedback sichtbar, wo die neue Arbeitsweise bereits greift und wo weiterer Unterstützungsbedarf besteht. So erkennen wir frühzeitig, ob fehlendes Wissen, Unsicherheiten oder strukturelle Hürden die Anwendung erschweren, und können Befähigungsmaßnahmen, Performance Support und Follow-up-Formate gezielt nachsteuern.

Typische Leistungen: Enablement- und Learning-Strategien, Trainingsbedarfs- und Skill-Gap-Analysen, rollenbasierte Curricula und Learning Journeys, Key- und End-User-Trainings, Train-the-Trainer, Leadership Enablement, Job Aids und Performance Support, Wissenstransfer, Post-Go-live Enablement, Follow-up-Trainings, Adoption Monitoring und Analytics.

Flexibler Einstieg, passend zum Bedarf

Nicht jede Organisation braucht ein umfassendes Change-Programm, und nicht jede braucht es ab Projektbeginn. Deshalb richten wir Einstieg, Umfang und Intensität unserer Unterstützung am tatsächlichen Bedarf aus.

SAP Change Readiness Assessment

Wo steht Ihre Organisation und wo besteht konkreter Handlungsbedarf?

Das Assessment liefert eine strukturierte Standortbestimmung. Wir betrachten Stakeholder, Betroffenheit, Veränderungsbereitschaft, Kommunikation, Befähigung und organisatorische Rahmenbedingungen. Zusätzlich analysieren wir die Auswirkungen auf Rollen und Kompetenzen, kritische Nutzergruppen sowie Risiken für Go-live, Betriebsstabilität und Adoption der Mitarbeitenden.

Ergebnis: priorisierte Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen als Grundlage für die weitere Programmsteuerung, keine allgemeine Reifegradbeschreibung.

SAP Change und Adoption as a Service

Sie benötigen gezielt oder kontinuierlich zusätzliche Change-Kapazität?

Wir unterstützen mit Einzelmodulen oder begleiten Sie end-to-end – entlang der SAP-Activate-Phasen oder des jeweiligen Projektmanagementansatzes. Besteht ein Change-Team, unterstützen wir es mit Coaching, Sparring und Support. Umfang und Kapazität richten sich nach Projektphase, Reifegrad und Herausforderung. Der Einstieg ist auch in einem laufenden SAP-Programm oder nach dem Go-live möglich.

Ergebnis: Sie bauen kein vollständiges Change-Team auf Vorrat auf, sondern ergänzen genau die Kompetenzen, die das Programm in der jeweiligen Phase braucht.

Ihre SAP Change Management Mehrwerte

Transformation absichern. Betroffenheiten, Risiken und Handlungsbedarfe werden früh sichtbar und gezielt adressiert, für einen stabilen Go-live und Betriebsübergang.

Klare Verantwortung und höheres Buy-in. Führungskräfte, Key User und betroffene Teams kennen ihre Rolle und übernehmen aktiv Verantwortung für die Veränderung.

Adoption steigern & Time-to-Value. Neue SAP-Lösungen und Prozesse werden im Arbeitsalltag tatsächlich genutzt. Workarounds, Rückfälle in alte Prozesse und erhöhter Supportbedarf werden früh sichtbar.

Change-Management on demand. Unternehmen bekommen genau die Kompetenzen und Kapazitäten, die sie in der jeweiligen Projektphase benötigen, und kein pauschales Change-Team.

Veränderung messbar steuern. Readiness, Change-Fortschritt und Adoption werden anhand relevanter KPIs transparent und steuerbar.

Sprechen Sie mich an

Sie planen eine SAP-Transformation, befinden sich bereits in der Umsetzung oder möchten Readiness und Adoption nach dem Go-live stärken? Gemeinsam analysieren wir Ihre Ausgangssituation und entwickeln einen Change-Ansatz, der zu Ihrer Transformation und Ihrer Organisation passt.

Verena Preininger
Verena Preininger
Associate Manager People & Change

Häufige Fragen zu SAP Change Management

Technisches Projektmanagement steuert die Systemeinführung. Es beantwortet nicht automatisch, wie sich Aufgaben und Rollen verändern, ob Mitarbeitende vorbereitet sind und ob neue Prozesse im Alltag konsequent angewendet werden. SAP Change Management macht diese Faktoren planbar und steuerbar.
So früh, dass Designentscheidungen noch bewertet werden können. Bereits Fit-to-Standard-Workshops erzeugen Auswirkungen auf Prozesse, Rollen und Zielgruppen. Je früher diese Auswirkungen erfasst werden, desto gezielter lassen sich Kommunikation, Befähigung und Readiness aufbauen.
SAP Activate strukturiert die fachliche und technische Einführung entlang der Phasen Prepare, Explore, Realize, Deploy und Run. ADKAR übersetzt die jeweilige Veränderung in Awareness, Desire, Knowledge, Ability und Reinforcement: Anlass und Ziel verstehen, die eigene Rolle annehmen, Prozess- und Systemwissen aufbauen, neue Abläufe sicher anwenden und sie nach dem Go-live stabilisieren. So werden Projektentscheidungen mit konkreten Maßnahmen für Führungskräfte und Mitarbeitende verbunden.
Wir begleiten Ihr Change-Team mit gezieltem Coaching, Sparring und Support. Meist geht es um die Verzahnung mit dem SAP-Programm: Impact-Analysen aus Fit-to-Standard-Entscheidungen, Readiness-Messung entlang der Meilensteine, rollenbasierte Befähigung und Adoption Monitoring nach dem Go-live. Wird zusätzliche Kapazität gebraucht, übernehmen wir einzelne Module oder Phasen, ohne das interne Team zu ersetzen.

Mögliche Indikatoren sind Nutzungsdaten, Prozesskonformität, Supportaufkommen und Nutzerfeedback. Konkret sind das etwa aktive Anwender und genutzte Fiori-Apps, der Anteil alter Arbeitsweisen im Vergleich zum gewünschten neuen Verhalten (Old-vs-New Behavior Index), Fehlerquoten und Nacharbeiten, Zahl und Art der Supportanfragen sowie Pulse Checks, Wissenstests, die Nutzung von In-App-Hilfen und Aufzeichnungen, an welchen Prozessschritten Abbrüche, Rückfragen oder unnötige Schleifen entstehen (Process Friction Score).

Hinzu kommen Wirkungsgrößen wie Bearbeitungszeiten oder Datenqualität und die Einschätzung der Führungskräfte, ob neue Arbeitsweisen im Alltag angekommen sind. Welche KPIs sinnvoll sind, richtet sich nach den neuen Prozessen, Rollen und Zielen der jeweiligen Transformation.

Mit SAP Business AI arbeiten Mitarbeitende und KI in denselben Prozessen zusammen. Das verändert Aufgaben und Kompetenzanforderungen und wirft neue Fragen zu Rollen, Verantwortlichkeiten, Entscheidungswegen und zum Umgang mit KI im Arbeitsalltag auf. Change Management erfasst diese Auswirkungen in der Impact-Analyse und klärt mit den Beteiligten, welche Aufgaben die KI übernimmt und wo Menschen prüfen und entscheiden.

Klare Leitplanken und Kooperationsrichtlinien definieren Verantwortlichkeiten, Entscheidungs- und Eskalationswege sowie den sicheren Umgang mit KI. Kommunikation, Führung und Befähigung verankern diese neue Aufgabenteilung nachhaltig in der Organisation.

Ja. KI-gestützte Werkzeuge und Vorlagen unterstützen uns dabei, Change-Materialien zu erstellen und an einzelne Zielgruppen anzupassen, zum Beispiel Kommunikationsmaterialien, Trainingsunterlagen oder Job Aids. Die zielgruppengerechte Einordnung der Veränderung ersetzen sie nicht. Was sich für eine Rolle ändert und wie man das vermittelt, erarbeiten wir weiterhin gemeinsam mit Ihrem Team.