SEPA Request-to-Pay: Sopra Steria übernimmt Akkreditierung für neues Bezahlverfahren



Sopra Steria, ein führender europäischer Anbieter für Beratung, digitale Transformation und Softwareentwicklung, übernimmt eine zentrale Rolle bei der Etablierung des neuen SEPA-Request-to-Pay-Verfahrens (SRTP). Das European Payments Council (EPC) hat Sopra Steria beauftragt, gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft Galitt die Akkreditierung von Antragstellern durchzuführen, die die neue Zahlungsaufforderung nutzen wollen.

Der europäische Standard für elektronische Zahlungsaufforderungen – SEPA Request-to-Pay (SRTP) – ist in Europa im Juni offiziell gestartet. Er vereinfacht Zahlungsprozesse. Das gilt vor allem für Unternehmen mit einer Vielzahl von Rechnungen und Lastschriften, beispielsweise die großen Telekommunikationsunternehmen, Energieversorger sowie Industriekonzerne und Händler.

SRTP ermöglicht unter anderem die automatisierte Zuordnung von Rechnungen zu einer Zahlung. Zudem können Unternehmen Zusatzinformationen in der Zahlungsaufforderung mitschicken, beispielsweise ein Zahlungsziel, Informationen zu Rücksendungen oder Garantiehinweise. Ein zentraler Mehrwert ist die Möglichkeit, direkt aus dem Bankkonto heraus Zahlungen auszulösen. „Diese Option ist für Onlinehändler interessant, aber auch für Banken: Die Institute können sich so gegenüber den Payment-Wettbewerbern wie Paypal und Apple Pay positionieren“, sagt Martin Stolberg, Client Partner bei Sopra Steria.

Damit das neue Verfahren reibungslos funktioniert, hat das European Payments Council (EPC) Sopra Steria und seine auf Zahlungsverkehr spezialisierte Tochter Galitt als so genannte Homologationsstelle eingesetzt. Sie werden als eine Art Zulassungsstelle fungieren. Sopra Steria und Galitt werden künftig prüfen, ob Antragsteller die notwendigen technischen Voraussetzungen erfüllen und die nutzenden Unternehmen die hinterlegten Regeln einhalten.

Etienne Goosse, Generaldirektor des European Payments Council (EPC): „Wir begrüßen die Ernennung von Sopra Steria zur Homologationsstelle für das neue Verfahren SEPA Request-to-Pay (SRTP) des EPC. Damit ist die effektive Einführung des SRTP-Verfahrens abgeschlossen. Die Akkreditierung ist ein wichtiger Schritt, und die Homologationsstelle spielt eine wichtige unabhängige Rolle im Prozess der Einhaltung des SRTP-Verfahrens. Dieser Prozess gewährleistet ein angemessenes Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Integrität des SRTP-Verfahrens und dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit."

Cyril Malargé, Group Chief Operating Officer von Sopra Steria, kommentiert: „Sopra Steria und seine Tochtergesellschaft Galitt werden den European Payments Council bei der Entwicklung von Request to Pay unterstützen, einer der innovativsten Zahlungslösungen in Europa. Sie wird in den kommenden Jahren von zahlreichen Banken, Zahlungsdienstleistern und anderen Marktteilnehmern eingeführt werden. Dieses Projekt wird durch die Fähigkeiten von Sopra Steria im Bereich des Zahlungsverkehrs und der Cybersicherheit gestützt. Es bestätigt die wichtige Rolle, die unsere Gruppe in der europäischen Finanzdienstleistungsbranche spielt."

Pierre Lahbabi, CEO von Galitt, ergänzt: „Wir freuen uns, zur Einführung des Request-to-Pay-Verfahrens in Europa beizutragen, indem wir gemeinsam mit Sopra Steria als Zulassungsstelle fungieren. Mit dem EPC und seinen Interessenvertretern teilen wir die Überzeugung, dass SRTP eine Fülle neuer Möglichkeiten in Europa schaffen wird. Nach dieser Ankündigung ist nun der Weg frei für Anbieter von Request-to-Pay-Diensten, dem System beizutreten und ihre Services auf den Markt zu bringen."

Über SEPA Request-to-Pay
SEPA Request-to-Pay (SRTP) wurde im November 2020 veröffentlicht und ist am 15. Juni 2021 in Kraft getreten. Es handelt sich um eine der Zahlung vorgeschaltete Zahlungsaufforderung. Diese Nachricht enthält alle Informationen zur Transaktion und löst nach Bestätigung des Kunden eine Zahlung aus. Einzelne Banken bieten ihren Kunden bereits Request to Pay als alternative Bezahlmethode an, insbesondere im Onlinehandel. Im SEPA-Raum fehlten bislang allerdings einheitliche Vorgaben, wie Banken mit der Zahlungsaufforderung umgehen sollten. Das European Payments Council hat diesen Standard nun definiert.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.soprasteria.com/homologation-request-to-pay.

 

Über Galitt
Galitt wurde 1990 gegründet und hilft mit seinen 350 Beratern und Experten Finanzinstituten, Händlern und Akteuren der Zahlungsverkehrsbranche bei der Transformation ihrer Zahlungsdienste, damit sie einfach, effizient und sicher im Alltag sind. Als führender Akteur auf dem europäischen Payment-Markt unterstützt Galitt seine Kunden in verschiedenen Branchen und Ländern, von der Festlegung ihrer Strategie bis zur Einführung ihrer Lösungen. Galitt bietet Forschungs- und Schulungsdienstleistungen an, um seine Kunden bei ihren strategischen Entscheidungen zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, in einem sich ständig verändernden Zahlungsmarkt innovativ zu sein.

Galitt unterstützt seine Kunden bei ihren Projekten zur Entwicklung und Einführung neuer Payment-Lösungen, wobei das Unternehmen auf eine umfassende Branchenkenntnis sowie Support bei der Einhaltung von Vorschriften und der Sicherheit der implementierten Lösungen zurückgreifen kann. Zudem bietet Galitt weltweit anerkannte Testsoftware an, die die Einführung neuer Produkte erleichtert, und entwickelt spezialisierte Zahlungslösungen, die auf der neuesten Generation von Technologien basieren. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die LinkedIn-Seite von Galitt oder folgen Sie uns auf Twitter.

Über das EPC
Das EPC ist eine eigenständige Organisation, die es den Bürgern und Unternehmen im einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (oder SEPA – Single Euro Payments Area) ermöglichen soll, ein einziges Konto oder eine einzige Zahlungskarte in der ganzen Welt zu nutzen. Das Bezahlen soll überall in Europa so einfach sein wie im jeweils eigenen Land. Das EPC will einen Beitrag zur Harmonisierung der Länder im SEPA-Raum leisten und damit zu Wettbewerbsfähigkeit und Innovation in Europa beitragen. Das EPC ist eine Non-Profit-Organisation, der 77 Mitglieder angehören, bei denen es sich um einzelne oder zusammengeschlossene Dienstleistungsanbieter handelt. Durch einen ständigen Dialog mit anderen Interessengruppen und Regulierungsbehörden auf europäischer Ebene hat die Organisation die Aufgabe, die Integration und Entwicklung des europäischen Zahlungsverkehrs zu unterstützen und zu fördern. Mehr Informationen auf https://www.europeanpaymentscouncil.eu/

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Nils Ritter

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